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Growth Hacking vs. Inbound Marketing

[fa icon="calendar"] 01.06.2018 12:20:49 / by Niklas Mages

rocketman

 

Als Marketer, der sich mit Digitalem Marketing befasst, haben Sie die beiden Buzzwords "Growth Hacking" und "Inbound Marketing" bestimmt schon gehört. Inbound Marketing und Growth Hacking sind meiner Meinung mit die beliebtesten Wachstumsstrategien. Diese beiden Strategien stehen bei vielen Marketing-Experten auf der "Diskussionsliste", denn die meisten vertreten die Meinung, das man sich für eine der beiden Strategien entscheiden muss. 

Warum gibt es diese Debatte, dass Inbound Marketing und Growth Hacking nicht aufeinander einzahlen? Warum gibt es so viele Experten, die lautstark verkünden, das Eine wäre besser als das Andere?  Und die wichtigste Frage: Was ist eigentlich besser, Growth Hacking oder Inbound Marketing?

 

Inbound Marketing Definition:

"Inbound-Marketing ist ein Ansatz, der darauf abzielt, Kunden durch Inhalte und Interaktionen zu gewinnen, die relevant und hilfreich sind - nicht ablenkend. Mit Inbound-Marketing finden potenzielle Kunden Sie über Kanäle wie Blogs, Suchmaschinen und Social Media." 

- HubSpot


Inbound Marketing ist eine ganzheitlich durchdachte digitale Marketingstrategie, die darauf abzielt, die Marke, Organisation oder sich selbst als vertrauenswürdigen Experten für die Bedürfnisse des Kunden zu positionieren. Das Ergebnis ist neben erstklassigen SEO-Rankings eine vertrauensvolle und starke Beziehung zu den Besuchern Ihrer Website. 

Diese Beziehung und die damit verknüpften Informationen, die Ihre Marketing Automation Software sammelt, ermöglichen es zudem Ihren Vertriebsmitarbeitern, die besten Opportunities zu identifizieren.

Das Ergebnis sind gezieltere Verkaufsanstrengungen, die in bessere Closing-Rates liefern.

 

Growth Hacking Definition:

Growth Hacking ist ein Prozess des schnellen Experimentierens über Marketingkanäle und Produktentwicklung hinweg, um die effektivsten und effizientesten Wege zum Wachstum eines Unternehmens zu finden. Growth Hacking bezieht sich auf eine Reihe von konventionellen und unkonventionellen Marketing-Experimenten, die das Wachstum eines Unternehmens vorantreiben. Growth Hacker sind Marketer, Ingenieure und Produktmanager, die sich speziell auf den Aufbau und die Einbindung der Anwenderbasis eines Unternehmens konzentrieren.

- Wikipedia

 

Growth Hacking, im Gegensatz zu Inbound Marketing, ist ein Mindset, das Experimentieren voraussetzt. Growth Hacker werden jede "Taktik" ausprobieren, die dabei helfen könnte Leads und Kunden zu gewinnen. Growth Hacking ist sehr beliebt bei Low-Budget Organisationen wie Start-Ups. Viele Unternehmen haben Growth Hacking zudem genutzt, um Investoren und Kunden zu gewinnen.

 

Gibt es einen Unterschied zwischen Inbound Marketing und Growth Hacking?

Wenn Sie schon einiges über Inbound Marketing und Growth Hacking gelesen haben oder dies bereits anwenden, ist es wahrscheinlich, dass Sie einen Gegensatz erkennen. Vor allem bei Inbound Marketers kommt eine Skepsis hoch, wenn diese von Growth Hacking hören. Das Mindset: "So viel Traffic wie möglich, egal wie" kann zu einigen unethischen und hinterhältigen Taktiken führen. Diese "Black Hat" Techniken können das Vertrauen des Kunden oder der Besuchers zerstören. 

Da der Aufbau von Vertrauen ein Grundsatz von Inbound Marketing ist, wird Growth Hacking oft als schlechte Strategie angesehen.

Beispiele von kontroversen Growth Hacking Techniken:

  1. Postings auf Social Media Kanälen Ihrer Follower ohne deren Erlaubnis
  2. Gated Content, der hinter "Paywalls" liegt
  3. Pop-Ups mit Formularen

Diese Techniken können nervig für den Besucher sein, doch die Hauptfrage ist: Funktionieren Growth Hacking Taktiken?

Die Antwort ist ja! Growth Hacking ist von Natur aus eine Strategie, die viele Experimente nach sich zieht. Hier kann man dann die Lösungen weiter ausbauen, die die Besucher und Kundenanzahl steigern. Doch die Sorge von vielen Inbound Marketers ist: Zu welchem Preis?

Experimente, die das Vertrauen zerstören, wie zum Beispiel das unautorisierte Posten auf dem Social Media Account eines Besuchers werden nicht akzeptiert. Dennoch kann eine Landing Page für ein eBook, die voraussetzt, dass das eBook auf Social Media geteilt werden muss, eine großartige Möglichkeit sein, das eigene Produkt zu bewerben.

 

Ist das Growth Hacking von Inbound Marketing möglich?

Es gibt meiner Meinung keinen Grund, warum man nicht die Growth Hacking Mentalität in die eigene Inbound Marketing Strategie einfließen lassen sollte. Natürlich nur solange, wie die Growth-Hacking-Experimente und Taktiken Ihren Besuchern helfen, Vertrauen aufzubauen.

Einige einfache Beispiele, wie das Growth Hacking von Inbound Marketing vor sich gehen könnt:

  1. Verwendung von Pop-ups auf einer Thank You Page oder am Ende eines eBooks mit der Frage, ob Ihre Leser es mit ihren Freunden auf Social Media teilen möchten.
  2. Leistungsstarken Content sammeln und in ein kostenlos downloadbares Whitepaper umwandeln
  3. Analyse Ihrer Keyword-Ranking-Möglichkeiten und Auffrischung von älterem Content
  4.  Generierung individueller Gutscheincodes für Ihre Kunden
  5. Schreiben Sie über verwandte Produkte oder Dienstleistungen - dann bitten Sie darum, auf der Website eines Forums oder eines Kunden als Gast-Blogger, Podcaster oder Video-Blogger vorgestellt zu werden.

Eine Warnung: Stellen Sie immer sicher, dass Ihre Growth Hacking Experimente noch auf Ihre Inbound Marketing Strategie abgestimmt sind. Ihre Inbound Marketing Assets sollten so erstellt werden, dass sie Ihren Besucher den Sales Funnel hinunterführen und weiterentwickeln. Das Ziel Ihrer Growth Hacks sollte es sein, mehr Leute in den Sales Funnel zu führen.

Durch Growth Hacking schaffen Sie es, Ihren Sales Funnel zu füllen und mit Hilfe von Inbound Marketing, diese schneller in Kunden umzuwandeln.

Also kann man Inbound Marketing und Growth Hacking verbinden? Ich würde sagen, dass dies eine super Kombination ist. 


 

Niklas Mages

Geschrieben von Niklas Mages